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  • Rallysport

    Durch Indiens größte Wüste

    Die Rally 'Desert Storm' führt die Piloten bis zu 3.000 km durch die Thar, die größte Wüste Indiens. Vier Mitglieder des steirischen Vereines „S+S Moto Motorsport- & Freizeitclub“ aus Hausmannstätten bilden die Initiatoren des „Team Austria“ und werden im April 2016 selbst in Neu Delhi an den Start gehen: Die drei Dakar-Finisher Kurt und Rene Steinhart aus Hausmannstätten, mit Robert Hirt aus Pöllau und dem querschnittsgelähmten Ausnahmesportler und Rennfahrer Markus Pösendorfer aus Vasoldsberg. Die Vier werden vor Ort von dem Grazer KTM Techniker Kristijan Senjak unterstützt, welcher heuer schon in Dakar hervorragende Leistungen vollbracht hat. susmoto.at

    (Foto: Susmoto)


  • Race Around Austria

    "Unter den magischen 100 Stunden"

    Was für eine Euphorie! Die Tränen stehen nicht nur Thomas Frühwirt und Manfred Putz in den Augen. Es ist mit Worten kaum zu beschreiben, welch großartige Leistung die Sportler beim Race Around Austria erbracht haben. 

    Am  Sonntag um 10:56 Uhr erreichte das Ultrahandbikeduo den Start- und Zielort St. Georgen im Attergau. Damit blieben sie mit 97 Stunden und 36 Minuten (Geschwindigkeitsschnitt 22 km/h) deutlich unter der magischen Grenze von 100 Stunden. “Geplant haben wir, unter 110 Stunden zu bleiben. Dass wir nun sogar die 100 Stunden unterbieten konnten, ist natürlich ein absoluter Traum”, ist Frühwirth begeistert.

    Trotz aller Anstrengung gab es für "Strahlemann" Tom kaum Momente, in denen ihm auf dieser ganz speziellen Österreich-Reise das Lachen verging. Er genoss jede einzelne Einheit (meist für die Dauer von 2:30 Stunden). Selbst die schwierigsten Bergauffahrten wie Großglockner, Kühtai oder Bielerhöhe konnten seine Freude, bei diesem Ultraradrennen dabei zu sein, nicht trüben. “Ich fühle mich derzeit im Handbike so gut in Form wie noch nie. Natürlich schmerzt nun am Ende jeder beanspruchte Muskel. Aber letztendlich hätte ich vermutlich noch zwei, drei Tage auch so weiterfahren können”, so der 32-Jährige.

    Manfred Putz genoss die Teilnahme am Race Around Austria ebenso in vollen Zügen, obwohl er mitunter bei gewissen Teilabschnitten richtiggehend kämpfen musste. “So schön etwa das Paznaun- oder das Lesachtal sind, so hart sind sie auch mit ihren unterschiedlichen Anstiegen. Es war sicherlich das härteste Rennen in meiner Karriere. Aufgeben war aber nie ein Thema, dieser Bewerb wird vor allem im Kopf entschieden”, so der 44-Jährige.

    Schlaf gab es wie erwartet in diesen Tagen nicht viel – weder für die Athleten noch für das zehnköpfige Begleitteam. Das Teamwork war sensationell, die Zusammenarbeit funktionierte einwandfrei. So konnten kleine Pannen und Defekte (Frühwirth brach unter anderem der Handgriff an der Kurbel) schnell behoben werden. Und auch kleine “Umwege” auf der Route wurden schnell kompensiert. “Dass man sich auf einer mehr als 2.000 Kilometer langen Strecke hin und wieder verfährt oder falsch abbiegt, gehört zum Rennen dazu. Da braucht es im Team dann eben Flexibilität und das war bei uns jederzeit der Fall. Großes Lob gebührt unseren Begleitern, sie haben sensationelle Arbeit geleistet”, meint Frühwirth.

    Der Respekt vor den Leistungen des Ultrahandbikeduos beim Race Around Austria war ebenso riesig wie die Ausdauer der beiden Athleten. Egal wo sie auftauchten, in ganz Österreich war ihnen der Applaus und die Jubelschreie der Fans sicher. Und auch innerhalb der heimischen Sportszene hat das Duo aufhorchen lassen. So sprach etwa Olympiasieger Walter Ablinger vom “sportlich Größten, das je ein Behindertensportler am Handbike geleistet hat”. Auch Snowboard-Weltmeister Benjamin Karl, Extremsportler Axel Naglich und Paragleiter Paul Guschlbauer zogen ihren Hut. Sie begleiteten die beiden Steirer mit dem Rad auf den Großglockner. “Wir haben es vorher ausprobiert, mit dem Handbike zu fahren und sind bergauf keine hundert Meter gekommen. Wahnsinn, was die Burschen geleistet haben”, so Guschlbauer.

    Ergebnisse finden Sie auf www.racearoundaustria.at

    19. August 2013

     

    Manfred Putz ist im Sommer 2015 bei einer Trainingsfahrt tödlich verunglückt. Die Redaktion hat  entschieden, diesen Artikel dennoch online zu lassen. In Erinnerung und Trauer für Manfred Putz, einen wunderbaren Menschen und Ausnahme-Sportler. 


  • Foto: GEPA

  • Sport für ALLE!

    Einer, der ALLES gibt

    „Mach dir keine Sorgen, sei glücklich und gib das Beste.“ Thomas Frühwirt tut, was er sagt – auch beim Sport.

    Der Triathlet ist weltweit der erste  Rollstuhlsportler, der einen „Double-Ironman“ absolvierte. Tom Frühwirt ist einer, der Gas gibt: Er lebt seine Leidenschaft und vollbringt dabei unfassbare Leistungen: 7,6 Kilometer Schwimmen, 360 Kilometer Handbike und 84,4 Kilometer Rennrollstuhl in 22 Stunden und 05 Minuten. Für „Tiggertom“ ist das keine wirkliche Herausforderung mehr. Zehnmal ist er bei Ironman-Rennen gestartet, 2011 absolvierte er als erster Rollstuhlsportler einen doppelten Iron.

    Vor kurzem ging es mit dem Handbike rund um Slowenien und im August folgt das „Race around Austria“. 2400 Kilometer und 30.000 Höhenmeter: Ganze fünf Tage haben Tom, sein sportlicher Teampartner Manfred Putz und ein neunköpfiges Team dafür Zeit. „Wir starten in St. Georgen am Attergau und biken um die äußerst befahrbaren Grenzen Österreichs. Das ist Abenteuer pur“, sagt er und grinst über das ganze Gesicht. Er liebt es, seine eigenen Leistungen zu übertreffen: „Wenn mir das irgendwann keinen Spaß mehr macht, höre ich sofort damit auf.“ Dem 32-jährigen Edelsbacher ist die Herausforderung das Wichtigste: „Ich halte das wie Reinhold Messner: Das Haben ist langweilig, weil es zu keiner Weiterentwicklung führt. Interessant ist, wie sich das Leben entwickelt und wie sich alles verschiebt, wenn man sich verändert“, sagt der Sportler, der sich nichts Schlimmeres vorstellen kann, als einen Sonntag einfach nur verstreichen zu lassen und die Zeit totzuschlagen. „Ziellos durchs Leben treiben ist das einzige, wovor ich wirklich Angst habe“, gesteht er. Ruhe geben und genießen kann er dennoch: „Ich meditiere, ich lese. Ich hoffe, eines Tages die weisen Worte des großen Inders Rabindranath Thakur verwenden zu können, der einmal meinte: ‚Ganz egal, wann der Tod kommt, aber wenn er eines Tages vor meiner Türe steht, dann möchte ich ihm öffnen, ihm Einlass gewähren, ihn anlächeln und ihm sagen: Ich habe in der Liebe gelebt und nicht nur in der Zeit!’“.

    Thomas Frühwirt: „Graz ist eine super Stadt, um aktiv zu sein. Man ist in 15 Minuten im Grünen und kann sein sportliches Erlebnis in alle Himmelsrichtungen starten. Zusätzlich ist die Topografie des Umlandes unterschiedlich und so findet man immer das richtige Gelände. Der Schwarzlsee bietet für uns Triathleten ideale Trainingsbedingungen. Und für das Laufen gibt es sowieso keine Ausreden.“, so der Triathlet, der auch mal gern eine Tasse Tee in der Grazer Innenstadt genießt.

    www.tiggertom.at

     

    Unser Tipp:

    „Fit roll mit“: Ein Erlebnis für die ganze Familie. Von Mai bis Oktober findet jeden ersten Dienstag im Monat ab 17:30 Uhr die Veranstaltung am Schwarzlsee statt. Menschen mit und ohne Behinderung aller Fitness- und Altersklassen gehen dabei an den Start. Termine finden Sie unter:

    www.mittwochsport-tobelbad.com

     

     



  • Sieg für TiggerTom im Zeitfahren

    Handbike-Staatsmeisterschaften 2013

    24.2 Kilometer in 35 Minuten, 52 Sekunden: Damit hat der steirische Athlet Thomas Frühwirt am Sonntag in Mautern in der Steiermark Furore gemacht. – Aus Jux, wie er sagt: "Um zu sehen, wo ich stehe, bin ich angetreten. Aber ich wusste schon, dass meine Chancen nicht schlecht stehen würden; obwohl ich kein reiner Handbiker bin." Im Schnitt gab der Sportler ein Tempo von 40,3 km/h vor und wurde Tagesbester. "Sehr erfreulich ist, dass ich nicht nur meine Klasse, die H3 gewinnen konnte, sondern auch die Tagesbestzeit fixierte. – Immerhin mehr als eine halbe Minute vor Paralympics-Sieger Walter Ablinger, der seine Klasse H2 gewonnen hat!", freut sich TiggerTom.

    4. August 2013